Rodenkirchen - Liblar 2008


Ein solches Sommerwetter an Pfingsten hatten wir nicht erwartet. Wir hatten schon alles gepackt und waren für den nächsten Tag erwartungsfroh.
Unsere Nichte Marina nebst Freund und Stephan sollten an dieser schönen Pfingstradtour teilnehmen. Marina hatte dann, trotz fester Zusage, doch nicht den Durchsatz bewiesen.

Das war zwar ärgerlich, focht mich aber nicht weiter an. Am Samstagmorgen weckte ich meine Tochter fröhlich und voller Tatendrang. "Ich stehe nicht auf, ich fahre nicht mit", bekam ich mit auf den Weg. Erst gestern hatte sie noch von Radtouren geschwärmt, von den leckeren Brötchen für unterwegs und dem schönen kribbeln, wenn man bergauf fährt.

Schlagartig war meine Laune auf dem Tiefpunkt. Nach zwei weiteren Versuchen mit Celina eine Lösung zu finden hatte ich endgültig die Nase voll. Ich rief Stephan an und sagte die Tour ab. Jede Menge betröppelte Gesichter bei uns zu Hause. Celina schlich schlechten Gewissens die Treppe hinunter. Nun wurde gefeilscht: dann fahren wir nur nach Liblar, nicht nach Rodenkirchen. Wir aber wollten eben beides machen - am Rhein nach Rodenkirchen und schließlich in Liblar in den See hüpfen.

Nach langem kraftezehrenden Hin- und Her sind wir dann doch gestartet. Am Rhein wurden wir verfolgt. Ab Köln-Niehl bis zur Mülheimer Brücke vermeinte ein etwa 10-jähriger mit uns vollbepacktem Trupp ein Wettrennen fahren zu müssen.

In Rodenkirchen erhielten wir, trotzdem viele Zelter und Camper unterwegs waren, doch noch einen schönen Platz nahe dem Spielplatz und nicht zu weit vom Rhein entfernt. Eine Nachbarin konnte sich allerdings einen dummen Kommentar nicht verkneifen: "Aber kein Rad gegen das Auto fallen lassen!". Klar, schmeißen wir unsere Räder mit Absicht gegen irgendwelche Autos. Mit besonderer Vorliebe zerkratzen wir dabei diese überflüssigen Riesendreckschleudern. Natürlich konnten wir uns nicht verkneifen jede Aktion mit den Worten zu begleiten: "Aber aufpassen, nicht das Auto zerkratzen!".

Nach Liblar fuhren wir zunächst noch weiter am Rhein um schließlich direkt über die Ville zum Zeltpaltz am Liblarer See zu gelangen. Wider Erwarten verfuhren wir uns nicht.

Das Bad im recht kalten See war verdient. Plötzlich kam eine Durchsage der Wasserwacht. Alle Badegäste verharrten in regloser Stille: "An alle Badegäste - der 1. FC Köln steigt auf".  Die Nacht war allerdings weniger angenehm, da ein paar Nachbarn den Aufstieg mit allzu viel Alkohol, entsprechend lauten und hohlem Gekreische feierten.

An der Erft ging es mit starkem Rückenwind schließlich wieder zurück nach Fliesteden.

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Statistik

 

                           
 Et. Datum Zielort

KM
(m. Gep.)

KM
(ohne)

max.

Fahrtzeit
von - bis

Fahrt
Schnitt

Fahrtzeit

Gesamt-
Schnitt

Gesamt-
zeit
Preis

Anhänger
Uwe

Anhänger
Lioba

 1 10.05.2008 K.-Rodenkirchen

 37,29

0,96

32,2

11:35

15:45

14,33

2:39:22

8,95

4:10

21,00

37,3

 
 2 11.05.2008 E.-Liblar

 41,55

8,28

35,1

10:07

15:15

13,70

3:38:12

8,09

5:08

17,50  

41,6

 3 12.05.2008 BM.-Fliesteden

 35,24

4,66

41,0

11:07

14:40

15,25

2:36:56

9,93

3:33

 

17,5

17,7

Etappe

38,03

Werte

114,08

13,90

41,0

   

14,43

 

8,99

  38,50

54,8

59,3

    Gesamt-KM

127,98

                   
                             

 

   
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erstellt von Uwe Böcker

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